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    Wissen · SEO

    SEO-News KW 40: Google Unternehmensprofil mit 4-Tage-Frist

    8 Min.
    Schnellantwort

    Im Google Unternehmensprofil haben Inhaber jetzt 4 Tage Zeit, um von Nutzern vorgeschlagene Änderungen anzunehmen oder abzulehnen. Danach kann Google die Änderung selbst veröffentlichen, wenn öffentliche Angaben wie die eigene Website sie stützen. Dazu kommen lokale Unternehmen in den neuen EWR-Suchmodulen, Cloudflare lässt den Googlebot bei gesperrtem KI-Training durch, und AI Overviews verlinken häufiger externe Seiten.

    Auf einen Blick

    MeldungWas ändert sichFür wen relevantHandlungsbedarfQuelle + Datum
    4-Tage-Frist im Google UnternehmensprofilVorgeschlagene Änderungen können nach 4 Tagen ohne Reaktion automatisch live gehenHandwerk, Gastronomie, Praxen, lokaler HandelBenachrichtigungen prüfen, Website-Daten abgleichenSearch Engine Roundtable, 23.09.2026
    Lokale Unternehmen in Aggregator Unit und Supplier UnitGoogle dokumentiert lokale Unternehmen in den DMA-Suchmodulen im Europäischen WirtschaftsraumAlle lokalen Betriebe in Deutschland und ÖsterreichSuchergebnisse zu eigenen Leistungen beobachtenGoogle Search Central, 18.09.2026
    Cloudflare "Disallow AI Training"KI-Training lässt sich sperren, ohne den Googlebot auszusperrenWebsites hinter CloudflareEinstellung im Dashboard kontrollierenCloudflare Blog, 15.09.2026
    Mehr externe Links in AI OverviewsAnteil der AI Overviews mit Links im Antworttext stieg laut Peec AI auf 26,2 ProzentAlle, die in KI-Antworten zitiert werden wollenStichproben zu eigenen KernthemenSearch Engine Journal, 25.09.2026
    Hostname-Allowlist in Google AnalyticsGA4 filtert Daten auf freigegebene DomainsAlle mit GA4 und Spam-ZugriffenFilter testen und aktivierenSearch Engine Journal, 22.09.2026

    Google Unternehmensprofil: 4 Tage Frist für vorgeschlagene Änderungen

    Search Engine Roundtable berichtete am 23.09.2026 über eine neue Formulierung in der Hilfe zum Google Unternehmensprofil. Der Abschnitt zu Benachrichtigungen über vorgeschlagene Änderungen nennt jetzt eine feste Frist. Inhaber haben 4 Tage, um einen Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen.

    Ein vorgeschlagener Änderungsvorschlag entsteht, wenn ein Nutzer auf Google Maps oder in der Google-Suche falsche Angaben meldet, etwa Öffnungszeiten, Telefonnummer oder Adresse. Reagiert der Inhaber nicht innerhalb der 4 Tage, kann Google die Änderung laut Hilfetext veröffentlichen. Voraussetzung ist, dass andere öffentlich verfügbare Informationen die Änderung stützen. Google nennt als Beispiel ausdrücklich die Website des Unternehmens.

    Relevant Audience bestätigte die Änderung am 24.09.2026 und weist auf einen zweiten Punkt im Hilfetext hin. Google kann bestimmte Änderungen auch ohne vorherige Prüfung durch den Inhaber übernehmen, wenn sie den Richtlinien entsprechen. Welche Arten von Änderungen das betrifft, sagt Google nicht.

    Ebenfalls zum Unternehmensprofil meldete Search Engine Roundtable am 22.09.2026 eine neue E-Mail von Google. Darin teilt Google mit, dass eine Häufung von Spam-Bewertungen erkannt und entfernt wurde und neue Bewertungen für einige Tage pausiert sind. Diese Meldung wurde bislang nur von Search Engine Roundtable berichtet, keine offizielle Bestätigung. Grundlage ist ein Screenshot, den ein Nutzer auf LinkedIn geteilt hat.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Vier Tage sind kurz, besonders über ein Wochenende oder im Urlaub. Sorge dafür, dass die Benachrichtigungen an ein Postfach gehen, das täglich gelesen wird, und lege eine Vertretung fest. Noch wichtiger ist die Website. Wenn dort alte Öffnungszeiten oder eine alte Nummer stehen, stützt deine eigene Seite im Zweifel den falschen Vorschlag. Wir empfehlen bei Stroe Media deshalb, Profil und Website bei jeder Änderung gemeinsam abzugleichen.

    Lokale Unternehmen in den neuen EWR-Suchmodulen der Google-Suche

    Google hat am 18.09.2026 die Dokumentation zur Aggregator Unit in Google Search Central aktualisiert. Die Aggregator Unit ist ein Suchmodul, das Angebote von zugelassenen Vergleichs- und Verzeichnisdiensten zeigt. Laut Dokumentation unterstützt es jetzt Anfragen zu Hotels, Flügen, Fernzügen und Fernbussen, Produkten und lokalen Unternehmen. Das Modul erscheint nur für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum.

    Search Engine Journal berichtete am selben Tag über die Änderung. Verzeichnisdienste müssen dafür als sogenannter Vertical Search Service zugelassen sein und einen Local Point of Interest Feed liefern, also einen Datenstrom mit Name, Adresse, Telefonnummer, Kategorie, Bildern und Bewertungen. Neben der Aggregator Unit zeigt Google eine Supplier Unit, in der die Anbieter selbst erscheinen. Direkte Anbieter müssen laut Search Engine Journal dafür keine zusätzlichen Daten einreichen.

    Hintergrund ist der Digital Markets Act, das EU-Gesetz über digitale Märkte. Seit dem 08.09.2026 gelten im Europäischen Wirtschaftsraum neue Layouts, so PinMeTo am 10.09.2026. Google selbst bezeichnete den Umbau gegenüber Reuters als größte Qualitätsminderung seiner 29-jährigen Suchgeschichte, berichtete Search Engine Roundtable am 08.09.2026.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Für lokale Suchanfragen kann sich künftig ein Verzeichnisdienst zwischen deinen Betrieb und den Suchenden schieben. Wie oft das bei Suchen wie "Schreiner Wolfratshausen" passiert, lässt sich noch nicht sagen, belastbare Messdaten für lokale Anfragen fehlen. Beobachte die Suchergebnisse zu deinen fünf wichtigsten Leistungen einmal pro Woche. Pflege zusätzlich deine Einträge in den Verzeichnissen, die in deiner Branche bereits auftauchen, weil dort künftig ein Teil der Sichtbarkeit entstehen kann.

    Cloudflare Googlebot: KI-Training sperren, Suche erlauben

    Cloudflare hat am 15.09.2026 im eigenen Blog die Einstellung "Disallow AI Training" vorgestellt. Sie trägt einen Widerspruch gegen KI-Training in die robots.txt ein und lässt Crawler, die gleichzeitig Suche und Training bedienen, für die Suche weiter zu. Der Googlebot bleibt damit für die Google-Suche erlaubt. Das Training wird über den Eintrag für Google-Extended gesperrt, bei Apple über Applebot-Extended.

    Im Juli hatte Cloudflare angekündigt, dass Seiten mit gesperrtem KI-Training ab dem 15. September auch Googlebot, Applebot und Bingbot aussperren. PPC Land berichtete am 15.09.2026, dass Cloudflare diesen Plan verworfen hat. Wer die Suchcrawler komplett entfernen will, muss das jetzt ausdrücklich über die Option "Block" wählen. Bestehende Einstellungen werden automatisch übernommen. Bingbot unterstützt den Trainings-Widerspruch per robots.txt laut Cloudflare erst ab Anfang 2027.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Das ist eine Entwarnung für alle Websites hinter Cloudflare. Unser Beitrag zur KW 33 hatte vor dem 15. September gewarnt, dieses Risiko ist in der beschriebenen Form vom Tisch. Kontrolliere trotzdem im Cloudflare-Dashboard unter den Sicherheitseinstellungen, welche Option aktiv ist. Steht dort "Block", ist deine Website für die Google-Suche gesperrt.

    AI Overviews verlinken häufiger externe Websites

    Search Engine Journal berichtete am 25.09.2026 über Daten des Analyseanbieters Peec AI. Demnach enthielten am 20.09.2026 26,2 Prozent der AI Overviews externe Links direkt im Antworttext. Ende August lag der Wert nahe null, der Anstieg begann am 11. September. Search Engine Roundtable meldete die Zahlen am 23.09.2026. Autor Barry Schwartz legt dort offen, dass er in Peec AI investiert ist.

    AI Overviews sind die KI-generierten Zusammenfassungen über den klassischen Suchergebnissen. Nicht jeder unterstrichene Begriff führt auf eine fremde Website. Laut Search Engine Journal zeigte der SEO-Berater Gagan Ghotra, dass manche Links in eine Unterhaltung im AI Mode führen. Google hat keine eigenen Zahlen zur Häufigkeit, zu Märkten oder zum Zeitplan genannt.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Mehr Links im Antworttext heißt mehr Chancen, als Quelle angeklickt zu werden. Die Daten sind allerdings eine Fremdmessung ohne Angabe zum deutschen Markt. Prüfe stichprobenartig die AI Overviews zu deinen Kernthemen und notiere, welche Websites verlinkt werden. Aus Sicht von Stroe Media haben Seiten mit klaren, kurzen Antworten auf konkrete Fragen dabei die besseren Karten.

    Google Analytics: Hostname-Allowlist gegen Spam-Zugriffe

    Search Engine Journal berichtete am 22.09.2026, dass Google Analytics 4 jetzt Include-Datenfilter für Hostnamen unterstützt. Ein Hostname ist die Domain, auf der ein Ereignis gemessen wurde. Bisher ließen sich unerwünschte Hostnamen nur ausschließen. Jetzt kannst du eine Liste erlaubter Domains anlegen, alle anderen Daten fallen weg. Google führt die Neuerung in den Versionshinweisen vom 21.09.2026, Search Engine Land berichtete am 22.09.2026.

    Der Filter liegt in der Verwaltung unter Datenfilter. Er wirkt nur ab dem Zeitpunkt der Aktivierung, historische Daten bleiben unverändert. Gefilterte Ereignisse sind endgültig verloren. Daten über das Measurement Protocol umgehen den Filter laut Search Engine Journal. Google empfiehlt, den Filter vor der Aktivierung 24 bis 36 Stunden im Testmodus zu prüfen.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Gefälschte Zugriffe verfälschen vor allem kleine Konten, weil schon wenige Spam-Sitzungen die Absprungrate und die Conversion-Rate verzerren. Lege den Filter mit allen Domains an, auf denen dein Tracking laufen soll, auch Buchungs- oder Shop-Subdomains. Lass ihn zuerst im Testmodus laufen und vergleiche die Zahlen, bevor du ihn aktiv schaltest.

    Das solltest du diese Woche konkret tun

    1. 1Öffne dein Google Unternehmensprofil, prüfe unter den Benachrichtigungen, ob offene vorgeschlagene Änderungen anstehen, und lehne falsche Vorschläge sofort ab.
    2. 2Gleiche Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse und Leistungsbezeichnungen auf deiner Website mit dem Unternehmensprofil ab, weil Google die Website als Beleg für Änderungen heranzieht.
    3. 3Lege fest, wer die Profil-Benachrichtigungen während Urlaub und Wochenenden liest, damit keine 4-Tage-Frist unbemerkt abläuft.
    4. 4Suche deine fünf wichtigsten Leistungen mit Ortsnamen und notiere, ob über den Anbietern ein Vergleichs- oder Verzeichnismodul erscheint. Wiederhole das wöchentlich.
    5. 5Prüfe im Cloudflare-Dashboard, ob die Einstellung für KI-Crawler auf "Disallow AI Training" steht und nicht auf "Block".
    6. 6Lege in Google Analytics 4 einen Hostname-Include-Filter im Testmodus an und aktiviere ihn nach 36 Stunden, wenn die Zahlen plausibel sind.

    Häufige Fragen

    Laut der aktualisierten Google-Hilfe, über die Search Engine Roundtable am 23.09.2026 berichtete, hast du 4 Tage Zeit, um den Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen. Reagierst du nicht, kann Google die Änderung veröffentlichen, wenn andere öffentliche Informationen sie stützen. Als Beispiel nennt Google die Website des Unternehmens. Eine ignorierte Benachrichtigung kann also dazu führen, dass falsche Öffnungszeiten oder eine falsche Nummer live gehen.

    Reagiere innerhalb von 4 Tagen auf jede Benachrichtigung und halte deine Website aktuell. Google zieht öffentlich verfügbare Informationen heran, um Vorschläge zu prüfen, und nennt die eigene Website ausdrücklich. Stehen dort dieselben Daten wie im Profil, stützt die Website deine Angaben. Hinterlege außerdem eine Vertretung für Urlaubszeiten, damit die Frist nicht ungenutzt verstreicht.

    Die Aggregator Unit ist ein Suchmodul, das Angebote von zugelassenen Vergleichs- und Verzeichnisdiensten zeigt. Sie erscheint nur im Europäischen Wirtschaftsraum und ist Teil der Umsetzung des Digital Markets Act. Laut Google-Dokumentation vom 18.09.2026 unterstützt sie Hotels, Flüge, Fernzüge und Fernbusse, Produkte und lokale Unternehmen. Direkt daneben zeigt Google die Supplier Unit mit den Anbietern selbst.

    Nein, nicht mehr. Cloudflare hat am 15.09.2026 die Einstellung "Disallow AI Training" eingeführt. Sie sperrt das KI-Training über Google-Extended und Applebot-Extended in der robots.txt und lässt Googlebot und Applebot für die Suche zu. Nur wer die Option "Block" wählt, entfernt die Suchcrawler vollständig. Bestehende Einstellungen hat Cloudflare automatisch übernommen, eine Kontrolle im Dashboard lohnt sich trotzdem.

    Seit dem 21.09.2026 bietet Google Analytics 4 Include-Datenfilter für Hostnamen. Du legst in der Verwaltung unter Datenfilter eine Liste erlaubter Domains an, alle anderen Zugriffe werden verworfen. Der Filter wirkt nur für neue Daten, gefilterte Ereignisse sind endgültig weg. Teste ihn deshalb zuerst 24 bis 36 Stunden im Testmodus, wie Google es empfiehlt.

    Fazit

    Die wichtigste Meldung der Woche betrifft fast jeden lokalen Betrieb: Das Google Unternehmensprofil setzt eine 4-Tage-Frist für vorgeschlagene Änderungen, und die eigene Website entscheidet im Zweifel mit. Die Erweiterung der EWR-Suchmodule auf lokale Unternehmen ist dokumentiert, ihre Wirkung auf Suchen in Oberbayern ist offen. Cloudflare hat die befürchtete Googlebot-Sperre zurückgenommen. Die AI-Overview-Links und der GA4-Filter sind kleinere, aber konkret nutzbare Neuerungen.

    Wenn du dein Unternehmensprofil und deine Website auf einen Stand bringen willst, sieh dir unsere SEO-Leistungen an oder nimm direkt Kontakt auf. Wir sitzen in Geretsried bei Wolfratshausen und betreuen Betriebe im Oberland und im Raum München. Was sich bei Google Ads geändert hat, steht in unserem SEA-Beitrag zur KW 40. Den letzten SEO-Rückblick findest du in den SEO-News KW 39.

    Quellen

    Autor: Stroe Media Redaktion, Stand: 28.09.2026