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    Wissen · Social Ads

    Social-Ads-News KW 44: Meta Commercial Terms erst ab 20.11.

    8 Min.
    Schnellantwort:

    Meta verschiebt die neuen Meta Commercial Terms und die Self-Serve Ad Terms vom 30.10. auf den 20.11.2026. Der Inhalt bleibt laut bisherigen Berichten unverändert: Meta darf mit Unternehmen verknüpfte Websites crawlen, und Werbetreibende tragen die Verantwortung für Änderungen durch Metas KI-Funktionen. Europäische Verlage fordern ein Eingreifen der EU-Kommission. Product Browsing startet in bestehenden Anzeigen weiterhin am 28.10.

    Auf einen Blick

    MeldungWas ändert sichFür wen relevantHandlungsbedarfQuelle + Datum
    Meta Commercial Terms verschobenNeue Bedingungen gelten ab 20.11.2026 statt 30.10.2026Alle Werbetreibenden auf Facebook und InstagramMittel, bis 20.11.Relevant Audience, 24.10.2026; Unite.ai, 23.10.2026; Adgully, 26.10.2026
    Klausel zu KI-FunktionenWerbetreibende allein verantwortlich für KI-Änderungen an AnzeigenAlle, die Advantage+ nutzenHoch, Einstellungen prüfenPPC Land, 22.10.2026; Relevant Audience, 23.10.2026
    Verlage rufen EU-Kommission anEuropean Publishers Council verlangt Prüfung vor dem 20.11.Verlage, Medienhäuser, Websites mit eigenem ContentNiedrig, beobachtenPPC Land, 24.10.2026; Adgully, 26.10.2026
    Product Browsing ab 28.10.Produktansicht in bestehenden Anzeigen standardmäßig anShops mit Katalog-AnzeigenHoch, bis 28.10.PPC Land, 15.10.2026; Relevant Audience, 16.10.2026

    Meta Commercial Terms: Warum der 20. November der neue Stichtag ist

    Die Meta Commercial Terms sind die Geschäftsbedingungen, die für jede geschäftliche Nutzung von Facebook, Instagram und weiteren Meta-Produkten gelten. Die Self-Serve Ad Terms regeln Anzeigen, die über den Werbeanzeigenmanager gebucht werden. Beide sollten in neuer Fassung ab dem 30.10.2026 gelten.

    Laut Relevant Audience vom 24.10.2026 hat ein Meta-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am 23.10.2026 mitgeteilt, dass Meta beide Regelwerke erst ab dem 20.11.2026 anwendet. Unite.ai berichtete am 23.10.2026 über einen entsprechenden Hinweis auf Metas Seite zu den Commercial Terms. Als Grund nennt Meta laut Relevant Audience, dass mehr Zeit nötig sei, um Partnern die Änderungen zu erklären.

    Eine inhaltliche Änderung hat Meta mit der Verschiebung nicht angekündigt. Bereits am 16.10.2026 hatte Meta laut Quartz vom 19.10.2026 das Wort "train" aus der Klausel zum Crawling gestrichen. Juristen sehen laut Quartz trotzdem weiter die Möglichkeit, dass Meta Websites crawlt, die mit Business-Konten verknüpft sind. Ein Meta-Sprecher verweist laut Relevant Audience darauf, dass Website-Betreiber über die Datei robots.txt weiterhin Präferenzen setzen können.

    Laut Adgully vom 26.10.2026 begrüßt die EU-Kommission die Verschiebung und setzt ihre vorläufige Prüfung fort. Wer Meta-Produkte nach dem Stichtag geschäftlich weiter nutzt, akzeptiert die neuen Bedingungen. Bis dahin gilt laut Unite.ai die Fassung vom 06.03.2024.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Du hast drei Wochen mehr Zeit, aber die Inhalte sind dieselben. Prüfe bis zum 20.11., welche Websites mit deinem Business-Konto verknüpft sind und ob deine robots.txt Metas Crawler regelt. Stroe Media rät, diese Prüfung gemeinsam mit der Datenschutzerklärung anzugehen, weil beides dieselben Fragen berührt.

    Klausel zu KI-Funktionen: Werbetreibende tragen das Risiko

    Die neuen Meta Commercial Terms enthalten einen Abschnitt mit dem Titel "AI Features". Laut PPC Land vom 22.10.2026, das sich auf einen Bericht von Adweek vom selben Tag stützt, sind Werbetreibende darin allein verantwortlich für Änderungen, die Metas KI-Funktionen an ihren Anzeigen vornehmen. Das gilt laut Adweek auch für Funktionen, die Meta selbst einschaltet.

    Meta räumt in dem Abschnitt ein, dass seine KI-Funktionen "may make mistakes". Laut Relevant Audience vom 23.10.2026 legen die Bedingungen alle Risiken auf den Werbetreibenden. Die bisherigen Bedingungen für generative KI galten nur, wenn Werbetreibende die Werkzeuge selbst auswählten. Diese Einschränkung entfällt laut Adweek. PPC Land weist darauf hin, dass Adweek den vollständigen Abschnitt nicht veröffentlicht hat.

    Agenturen berichten laut PPC Land, dass Metas Werkzeuge Sitelinks ergänzen, Texte übersetzen und KI-Bilder aus Markenfotos erzeugen, teils ohne aktive Freigabe. Meta betont, dass sich einzelne Advantage+-Funktionen jederzeit im Werbeanzeigenmanager abschalten lassen. Laut Relevant Audience bleibt die Klausel auch nach der Verschiebung unverändert.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Wenn eine KI-Übersetzung falsch ist oder ein generiertes Bild ein Versprechen macht, das du nicht halten kannst, haftest du dafür. Gerade für Handwerker, Immobilienmakler und Gastronomen mit Preis- oder Leistungsangaben ist das relevant. Stroe Media empfiehlt, in jeder aktiven Kampagne die Advantage+-Creative-Optionen aufzuklappen und nur bewusst gewählte Funktionen aktiv zu lassen.

    Europäische Verlage fordern ein Eingreifen der EU-Kommission

    Der European Publishers Council (EPC), ein Verband europäischer Nachrichtenverlage mit Sitz in Brüssel, hat sich am 23.10.2026 an die EU-Kommission gewandt. Laut PPC Land vom 24.10.2026 verlangt der Verband eine Prüfung der Meta Commercial Terms nach dem Digital Markets Act (DMA), dem EU-Gesetz über digitale Märkte, und nach dem EU-Wettbewerbsrecht.

    Sollte die Kommission bis zum 20.11.2026 keine vorläufigen Maßnahmen beschließen können, soll Meta laut EPC zusagen, die umstrittenen Klauseln bis zum Ende der Prüfung auszusetzen. Außerdem fordert der Verband eine Möglichkeit, zusätzliche Rechte abzulehnen, ohne den Zugang zu Metas Business-Diensten zu verlieren. In den USA verlangt laut Unite.ai vom 23.10.2026 die News/Media Alliance mit über 2.000 Verlagen die Rücknahme der Bedingungen.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Die Forderungen sind die Position einer Interessengruppe, keine Entscheidung einer Behörde. Für Unternehmen mit eigenem Blog, Ratgeber oder Magazin lohnt es sich, die Entwicklung bis zum 20.11. zu verfolgen. Eine Änderung zugunsten der Websitebetreiber ist möglich, aber nicht absehbar.

    Product Browsing startet am 28. Oktober in bestehenden Anzeigen

    Product Browsing ist eine Funktion, bei der Nutzer direkt aus einer Anzeige heraus durch Produkte blättern können. Laut PPC Land vom 15.10.2026 hat Meta Werbetreibenden mitgeteilt, dass die Funktion ab dem 28.10.2026 in bestehenden Facebook- und Instagram-Anzeigen eingeschaltet wird, sofern sie nicht widersprechen.

    Laut Relevant Audience vom 16.10.2026 erfolgt der Widerspruch über den Opt-out-Button in Metas Hinweis vor dem 28.10. Danach lässt sich Product Browsing pro Anzeige in den Einstellungen zu Advantage+ Creative und zum Ziel an- oder abschalten. Eine Verschiebung dieses Termins wurde laut Relevant Audience vom 24.10.2026 nicht berichtet.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Bis Mittwoch bleibt Zeit, den Opt-out zu nutzen, falls Nutzer auf deiner Website und nicht in der Produktansicht von Meta landen sollen. Wer keine Produktkataloge nutzt, ist kaum betroffen. Shops sollten nach dem 28.10. Klickrate und Website-Besuche ihrer Katalog-Anzeigen vergleichen.

    Das solltest du diese Woche konkret tun

    1. 1Öffne im Werbeanzeigenmanager den Hinweis zu Product Browsing und entscheide vor dem 28.10.2026 über den Opt-out.
    2. 2Klappe in allen aktiven Kampagnen die Advantage+-Creative-Optionen auf und schalte KI-Funktionen ab, die du nicht freigegeben hast.
    3. 3Erstelle eine Liste der Websites, die mit deinem Meta-Business-Konto verknüpft sind.
    4. 4Prüfe deine robots.txt und entscheide bis zum 20.11.2026, ob du Metas Crawler zulassen willst.
    5. 5Lege einen Kalendereintrag für den 20.11.2026 an, um die finale Fassung der Meta Commercial Terms zu prüfen.

    Häufige Fragen

    Die neuen Meta Commercial Terms und die Self-Serve Ad Terms gelten ab dem 20.11.2026. Ursprünglich war der 30.10.2026 geplant. Meta hat die Verschiebung am 23.10.2026 gegenüber Reuters bestätigt. Wer Meta-Produkte nach dem Stichtag geschäftlich weiter nutzt, akzeptiert die neuen Bedingungen automatisch. Eine Unterschrift oder ein Klick ist dafür nicht nötig.

    Meta hat am 16.10.2026 das Wort "train" aus der Crawling-Klausel gestrichen. Die Klausel erlaubt Meta laut Berichten aber weiterhin, mit Business-Konten verknüpfte Websites zu crawlen und die Daten für Werbe- und Business-Produkte zu nutzen. Ein Meta-Sprecher sagt, dass Website-Betreiber über die robots.txt Präferenzen setzen können. Im Vertragstext steht diese Zusage laut Relevant Audience nicht.

    Laut dem Abschnitt "AI Features" der neuen Meta Commercial Terms sind Werbetreibende allein verantwortlich für Änderungen, die Metas KI an Anzeigen vornimmt. Laut Adweek gilt das auch für Funktionen, die Meta selbst aktiviert. Einzelne Advantage+-Funktionen lassen sich im Werbeanzeigenmanager abschalten. Wer sicher gehen will, prüft jede aktive Kampagne auf eingeschaltete KI-Optionen.

    Bis zum 28.10.2026 kannst du über den Opt-out-Button im Hinweis von Meta widersprechen. Danach wird Product Browsing in bestehenden Facebook- und Instagram-Anzeigen eingeschaltet. Laut Relevant Audience lässt sich die Funktion auch später pro Anzeige abschalten, in den Einstellungen zu Advantage+ Creative und zum Ziel. Ob neue Anzeigen standardmäßig betroffen sind, hat Meta nicht mitgeteilt.

    Laut Adgully vom 26.10.2026 begrüßt die EU-Kommission die Verschiebung und setzt ihre vorläufige Prüfung fort. Der European Publishers Council hat am 23.10.2026 eine Prüfung nach dem Digital Markets Act und dem Wettbewerbsrecht gefordert. Eine Entscheidung der Kommission gibt es bislang nicht. Ob sich der Vertragstext bis zum 20.11.2026 noch ändert, ist offen.

    Fazit

    Die Verschiebung auf den 20.11.2026 gibt Werbetreibenden Zeit, ändert aber nichts an den Inhalten der Meta Commercial Terms. Die Klausel zu KI-Funktionen ist für KMU der wichtigste Punkt, weil sie die Verantwortung für automatische Änderungen klar beim Werbetreibenden verortet. Akut ist diese Woche der 28.10. mit Product Browsing. Wer Advantage+-Einstellungen jetzt sauber dokumentiert, ist für beide Termine vorbereitet.

    Du willst deine Meta-Kampagnen vor dem 20.11. prüfen lassen? Stroe Media unterstützt dich im Bereich Social Media Marketing und bei der SEO-Betreuung deiner Website. Schreib uns über das Kontaktformular. Die Meldungen der Vorwoche findest du in den Social-Ads-News KW 43.

    Quellenverzeichnis

    1. Meta delays its new Commercial Terms to 20 November, Relevant Audience, 24.10.2026
    2. Meta Delays Commercial Terms Update as Publishers Demand Withdrawal, Unite.ai, 23.10.2026
    3. Meta delays updated ad terms to Nov 20 amid EU antitrust pushback over AI content scraping, Adgully, 26.10.2026
    4. Meta removed AI training wording from business terms after backlash, Quartz, 19.10.2026
    5. Meta makes advertisers solely responsible for its AI ad edits from Oct 30, PPC Land, 22.10.2026
    6. Meta AI Features terms: advertisers liable from 30 Oct, Relevant Audience, 23.10.2026
    7. European publishers ask EU to halt Meta's crawling terms before Nov 20, PPC Land, 24.10.2026
    8. Meta will turn on product browsing in existing ads on October 28, PPC Land, 15.10.2026
    9. Meta will turn on product browsing in existing ads on 28 October 2026, Relevant Audience, 16.10.2026

    Autor: Stroe Media Redaktion, Stand: 26.10.2026