Zum Hauptinhalt springen
    Wissen · Google Ads

    Google-Ads-News KW 32/2026: Das ändert sich jetzt

    7 Min.
    Schnellantwort

    Zwei Termine im August verändern laufende Google-Ads-Konten: Ab dem 5. August 2026 startet ein gestaffelter Rollout, bei dem Passkeys für neue OAuth-Refresh-Tokens der Google Ads API nötig werden. Am 17. August 2026 ändert Google das Verhalten zielbasierter Gebotsstrategien, jetzt auch für Portfolio-Strategien. Dazu kommen Haushaltseinkommens-Ausschlüsse in Performance Max und der Google Ads Editor 2.13.

    Auf einen Blick

    MeldungWas ändert sichFür wen relevantHandlungsbedarfQuelle + Datum
    Passkeys für die Google Ads APIGestaffelter Rollout ab 05.08.2026 für neue OAuth-Refresh-TokensAlle mit Looker Studio, BigQuery, Ads Scripts oder Agentur-ToolsVor der nächsten Neuverbindung einrichtenSearch Engine Land, 27.07.2026
    Gebotsstrategien ab 17.08.2026Zielwerte werden konsequent eingehalten, auch bei Portfolio-StrategienBudgetlimitierte Konten mit Ziel-CPA oder Ziel-ROASZielwerte diese Woche prüfenadseed, 20.07.2026
    Haushaltseinkommens-Ausschlüsse in PMaxSieben Einkommensstufen auf Kampagnenebene ausschließbarAnbieter hochpreisiger LeistungenTestweise in einer Kampagne prüfenSearch Engine Land, 24.07.2026
    Google Ads Editor 2.13AI Max für Shopping, Kundenbindungs-Ziel für PMax, KI-Asset-DeklarationAlle, die Massenänderungen machenUpdate installierenSearch Engine Land, 24.07.2026
    Product Clicks und Non-Product ClicksKlicks auf Produkt und auf übrige Anzeigenteile getrennt ausgewiesenOnlineshops mit Shopping-AnzeigenSpalten im Bericht ergänzenSearch Engine Roundtable, 28.07.2026

    Passkeys für die Google Ads API: Rollout beginnt am 5. August 2026

    Search Engine Land berichtete am 27.07.2026, dass Google ab dem 5. August 2026 damit beginnt, Passkeys für die Erzeugung neuer OAuth-2.0-Refresh-Tokens der Google Ads API zu verlangen. Der Rollout ist gestaffelt und wird laut Bericht über die folgenden Wochen auf alle Nutzer ausgeweitet. PPC Land griff die Meldung am 28.07.2026 auf und ergänzte, dass neu angelegte Passkeys eine Vertrauensfrist von bis zu sieben Tagen haben können.

    Ein Passkey ist ein Anmeldeverfahren, das das Passwort durch einen auf dem Gerät gespeicherten kryptografischen Schlüssel ersetzt, typischerweise entsperrt per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Reine Passwort-Anmeldungen und klassische Zwei-Faktor-Verfahren per SMS oder Authenticator-App reichen für neue Refresh-Tokens dann nicht mehr aus.

    Betroffen sind laut Search Engine Land unter anderem der Google Ads Editor, Google Ads Scripts, der BigQuery Data Transfer Service und Looker Studio. Bestehende Refresh-Tokens laufen unverändert weiter.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Wenn dein Reporting über Looker Studio oder ein Agentur-Tool läuft, passiert erst einmal nichts. Der Bruch kommt in dem Moment, in dem eine Verbindung neu autorisiert werden muss, etwa nach einem Passwortwechsel oder einem Tool-Update. Passiert das im Sommerurlaub, steht das Reporting still, bis jemand mit Kontozugriff einen Passkey einrichtet. Lege den Passkey deshalb jetzt an, nicht im Störfall.

    Gebotsstrategien am 17. August 2026: jetzt auch Portfolio-Strategien

    Die adseed GmbH berichtete am 20.07.2026 in ihrem SEA-Wochenrückblick, dass die zum 17. August 2026 angekündigte Änderung an zielbasierten Gebotsstrategien erweitert wurde und nun auch Portfolio-Gebotsstrategien betrifft. Google beschreibt die Umstellung in der Google-Ads-Hilfe unter dem Titel „Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien“, allerdings ohne datierten Veröffentlichungsstempel.

    Der Kern der Änderung: Ziel-CPA und Ziel-ROAS sollen die hinterlegten Zielwerte konsequent einhalten. Bisher hat das System bei Kampagnen mit dem Status „Eingeschränkt durch Budget“ konservativer geboten, um das Budget über den Tag zu strecken. Ziel-CPA steht dabei für den angestrebten Preis pro Conversion, Ziel-ROAS für das angestrebte Verhältnis von Umsatz zu Werbekosten.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Fast jedes KMU-Konto ist budgetlimitiert. Wenn dein Ziel-CPA scharf gesetzt ist, weil das System bisher ohnehin konservativer bot, kann ab dem 17. August spürbar Volumen wegbrechen. Das ist der wichtigste Termin des Quartals für Google Ads. Prüfe deine Zielwerte gegen die tatsächlichen Werte der letzten 90 Tage und setze sie dort realistisch, wo du dich bisher auf die Bremswirkung des Budgets verlassen hast.

    Haushaltseinkommens-Ausschlüsse in Performance Max

    Search Engine Land berichtete am 24.07.2026, dass Google in Performance Max erstmals Ausschlüsse nach Haushaltseinkommen auf Kampagnenebene ausrollt. Verfügbar sind sieben Stufen: Top 10 Prozent, 11 bis 20, 21 bis 30, 31 bis 40, 41 bis 50 Prozent, die untere Hälfte sowie unbekanntes Einkommen. Entdeckt hat die Einstellung der Paid-Search-Spezialist Thomas Eccel. Search Engine Roundtable bestätigte die Beobachtung am 27.07.2026.

    Google Performance Max ist der Kampagnentyp, der Anzeigen automatisiert über Suche, Shopping, YouTube, Display, Gmail, Discover und Maps ausspielt. Zielgruppensteuerung war dort bisher kaum möglich.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Das ist das erste echte Steuerrad in Performance Max. Für einen Handwerksbetrieb mit hochpreisigen Bädern oder einen Immobilienmakler kann der Ausschluss der unteren Einkommensgruppen Streuverluste senken. Vorsicht ist trotzdem angebracht: Die Einordnung ist eine Schätzung auf Gebietsebene, und wer zu viel ausschließt, verkleinert den Datenpool, aus dem der Algorithmus lernt. Teste die Einstellung in einer Kampagne, nicht im ganzen Konto.

    Google Ads Editor 2.13: AI Max für Shopping-Kampagnen

    Search Engine Land berichtete am 24.07.2026 über die Version 2.13 des Google Ads Editor. Search Engine Roundtable griff die Meldung am 27.07.2026 auf. Neu ist die Unterstützung von AI Max für Shopping-Kampagnen inklusive Markenlisten und URL-Ausschlüssen. Dazu kommen das Kundenbindungs-Ziel für Performance Max, Maps-Placements für Demand Gen und ein Deklarationsfeld für KI-generierte Bild- und Video-Assets. Neue Video-Action-Kampagnen lassen sich nicht mehr anlegen.

    Der Google Ads Editor ist die kostenlose Desktop-Anwendung von Google, mit der sich Kampagnen offline in großer Zahl bearbeiten und anschließend hochladen lassen.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Das Deklarationsfeld für KI-generierte Assets ist der Punkt, den du dir merken solltest. Wer Bilder oder Videos mit KI erzeugt, bekommt damit erstmals einen vorgesehenen Ort, um das anzugeben. Angesichts der ab dem 2. August 2026 geltenden Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung ist eine saubere Deklaration keine Formalie mehr. Das Update selbst ist in fünf Minuten installiert.

    Neue Metriken: Product Clicks und Non-Product Clicks

    Search Engine Roundtable meldete am 28.07.2026 zwei neue Kennzahlen in Google Ads. Product Clicks zählt Klicks direkt auf ein Produkt in der Anzeige, Non-Product Clicks zählt Klicks auf andere Anzeigenbestandteile wie Shopname, Überschrift oder den Verweis auf die Website. Diese Meldung wird bislang nur von Search Engine Roundtable berichtet, eine offizielle Bestätigung durch Google liegt nicht vor.

    Was bedeutet das für dein Unternehmen?

    Für kleine Onlineshops beantwortet die Aufteilung eine Frage, die bisher offen war: Ziehen einzelne Produkte die Klicks oder der Markenname? Wenn der Großteil auf Non-Product Clicks entfällt, ist dein Feed das Problem, nicht dein Budget. Ergänze die beiden Spalten in deinem Shopping-Bericht, sobald sie in deinem Konto auftauchen.

    Das solltest du diese Woche konkret tun

    1. 1Lege für das Google-Konto, das deine Google Ads API-Verbindungen autorisiert, einen Passkey an, bevor der Rollout am 5. August dein Konto erreicht.
    2. 2Exportiere für alle Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS die tatsächlichen Werte der letzten 90 Tage und vergleiche sie mit den hinterlegten Zielwerten. Wo die Lücke größer als 30 Prozent ist, korrigiere den Zielwert vor dem 17. August.
    3. 3Prüfe in den Einstellungen deiner Portfolio-Gebotsstrategien, welche Kampagnen dort hängen. Die Umstellung am 17. August betrifft diese Strategien jetzt ebenfalls.
    4. 4Aktualisiere den Google Ads Editor auf Version 2.13 und trage bei allen KI-generierten Bild- und Video-Assets die Deklaration nach.
    5. 5Lege in einer einzelnen Performance-Max-Kampagne mit hochpreisigem Angebot einen Test mit Haushaltseinkommens-Ausschluss an und vergleiche nach 14 Tagen Kosten pro Conversion und Conversion-Volumen.
    6. 6Filtere deinen Shopping-Bericht nach den Spalten Product Clicks und Non-Product Clicks, sobald sie verfügbar sind, und prüfe das Verhältnis pro Produktgruppe.

    Häufige Fragen

    Der Rollout beginnt laut Search Engine Land vom 27.07.2026 am 5. August 2026 und wird über die folgenden Wochen auf alle Nutzer ausgeweitet. Er betrifft nur die Erzeugung neuer OAuth-2.0-Refresh-Tokens für die Google Ads API, etwa beim Neuverbinden von Looker Studio, BigQuery, Google Ads Scripts oder Agentur-Tools. Bestehende Refresh-Tokens laufen unverändert weiter. Für die normale Anmeldung in der Google-Ads-Oberfläche ändert sich nichts.

    Google stellt das Verhalten zielbasierter Gebotsstrategien um: Ziel-CPA und Ziel-ROAS sollen die hinterlegten Zielwerte konsequent einhalten, statt bei budgetlimitierten Kampagnen konservativer zu bieten. Laut adseed vom 20.07.2026 gilt das nun auch für Portfolio-Gebotsstrategien. Betroffen sind vor allem Kampagnen mit dem Status „Eingeschränkt durch Budget“. Prüfe deine Zielwerte vorher auf Realismus.

    Teilweise. Laut Search Engine Land vom 24.07.2026 rollt Google Ausschlüsse nach Haushaltseinkommen auf Kampagnenebene aus, mit sieben Stufen von den obersten 10 Prozent bis zur unteren Hälfte sowie einer Stufe für unbekanntes Einkommen. Das ist die erste echte Zielgruppensteuerung in diesem Kampagnentyp. Andere Ausschlüsse wie einzelne Interessen oder Altersgruppen sind damit nicht verbunden.

    Ja, sobald du mehr als eine Handvoll Anzeigengruppen betreust. Der Editor ist kostenlos, arbeitet offline und erlaubt Massenänderungen, die in der Weboberfläche einzeln geklickt werden müssten. Version 2.13 bringt laut Search Engine Land vom 24.07.2026 zusätzlich AI Max für Shopping-Kampagnen und ein Feld zur Deklaration KI-generierter Assets.

    Product Clicks zählt Klicks, die direkt auf ein Produkt innerhalb der Anzeige erfolgen. Non-Product Clicks zählt Klicks auf andere Teile der Anzeige, etwa den Shopnamen, die Überschrift oder den Verweis auf die Website. Search Engine Roundtable berichtete am 28.07.2026 über die beiden neuen Kennzahlen. Für Onlineshops zeigt das Verhältnis, ob einzelne Produkte oder die Marke die Klicks tragen.

    Fazit

    Der August bringt zwei Termine, die man nicht verpassen sollte. Der Passkey-Rollout ab dem 5. August ist eine reine Vorsorgemaßnahme, die zehn Minuten kostet und im Ernstfall ein stillgelegtes Reporting verhindert. Die Gebotsumstellung am 17. August ist der eigentliche Eingriff, weil sie budgetlimitierte Konten direkt trifft. Alles andere in dieser Woche ist Feinjustierung: mehr Steuerung in Performance Max, mehr Transparenz im Shopping-Bericht.

    Wenn du wissen willst, wie deine Kampagnen auf den 17. August vorbereitet sind, findest du unser Vorgehen auf der Seite zu Google Ads. Für eine Einschätzung deines Kontos kannst du direkt Kontakt aufnehmen. Was sich parallel in der organischen Suche geändert hat, steht in den SEO-News der KW 32. Stroe Media betreut Werbekonten für Unternehmen aus Geretsried, Wolfratshausen und dem Raum München.

    Quellen

    Autor: Stroe Media Redaktion — Stand: 03.08.2026